ESFJ Frauenfeld 5.-6. Juli 2019

 

Ursprünglich waren 8 Jungschützen und 4 Leiter angemeldet; leider musste sich einer der Jungs kurzfristig krankheitsbedingt abmelden. Die restlichen Teilnehmer waren alle pünktlich und so konnten wir noch vor 9 Uhr den Kleinbus füllen und starten. Die Stimmung war toll und bald hat Thomas als DJ unsere Ohren mit nicht immer publikumsnaher Musik beschallt...

Nach gut 2 Stunden Fahrt sind wir beim Festzentrum angekommen und von dort aus zum Schiessstand Schollenholz gefahren. Das ist für nicht so ortskundige Menschen (und da zähle ich mich zu) etwas verwirrend, ist doch alles mit „Frauenfeld“ beschildert... Jä nu, gefunden haben wir den Schiessplatz doch noch. So langsam machte sich ein wenig Hunger bemerkbar und so wollten wir mal die vorbestellten Menüs zu uns nehmen. Eine gute Idee aber das mit dem Platz... vorgängig bekam ich die Info „keine Reservierung möglich“; doch komischerweise stand praktisch auf jedem Tisch ein „Reserviert“-Täfeli... Nach dem Essen hatten wir noch etwas Zeit und so überbrückten diese die Einen mit Sport und die Anderen mit Glace... 

Irgendwann war es soweit und der erste Jungschütze konnte sich parat machen. Als Erstes fiel auf, dass der Stand mit Schiesstunneln ausgestattet war. Das ist eine gute Erfahrung, da wir kaum auf solchen Schiessständen schiessen können. Da unsere Rangeure etwas sonderbar aufgeteilt waren, mussten wir gestaffelt antreten. Janik fing an und erreichte gleich mit dem ersten Stich den Kranz. Ein solcher Auftakt fägt! Thomas und Marcel griffen ebenfalls nun in das Geschehen ein, allerdings reichte es bei Beiden noch nicht für einen Kranz. Wenn auch nur wegen einem Punkt wie bei Thomas... 

Dann war wieder eine kurze Pause angesagt, bei der gekäffelet wurde und Stefan Jasskarten organisiert hat. Nach nur einem Jass wurden auch schon unsere zwei Scheiben frei und es konnte weitergehen. In der Zwischenzeit hat das Wetter etwas umgeschlagen und der Wind und die Wolken nahmen zu. Stefan und Dominik versuchten nun ihr Glück, allerdings auch noch nicht ganz mit der nötigen Präzision. Danach fingen Larissa und Caroline mit ihrem Programm an. Während Caroline auf Anhieb einen Kranz erreicht hat, reichte es bei Larissa leider noch nicht.

 

Da jeder Jungschütze 5 Stiche plus 2 Übungskehre zu schiessen hatte, war die Vorgabe mindestens eine Pause zu machen und das wurde umgesetzt, wenn auch manchmal mit Gemurre... Also hiess es bei allen nochmals „ran an die Säcke“ bzw. „rauf aufs Läger“ und die restlichen Stiche möglichst mit einem guten Resultat zu absolvieren. Dies gelang mehr oder weniger, hatten doch auch hier einige mit dem sich ändernden Wetter zu kämpfen. Larissa, Stefan, Marcel und Dominik konnten mindestens einmal ein Kranzresultat erreichen! Leider hat es für Thomas nicht gereicht, zweimal hat er den Kranz um nur einen Punkt verpasst. Das gehört halt auch zum Leben eines Schützen dazu! Janik hat schliesslich den 4fachen Kranz erreicht (bei der 100er-Wertung um gerade mal 6 Punkte nicht...), Caroline und Marcel je den 3fachen. Die Resultate findet ihr unter https://resultat.schuetzenportal.ch/ClubOverview/ShowClubOverview?mid=32&evt=ESFJ2019&DisziplinID=G300&SsvNr=1.02.4.01.057

 

Am Schluss kamen noch die Leiter an die Reihe, was besonders bei Albert und mir eine gewisse Herausforderung mit sich brachte; mussten wir doch wieder mal mit einem STGW90 in einen Wettkampf! Die Beste von uns Leitern war Stefanie; für Albert und mich hat es am Schluss doch noch für den Kranz gereicht...

 

Nach dem Schiessen wollten wir die Unterkunft beziehen. Trotz mehrmaligem E-Mail-Verkehr mit dem Chef Unterkunft war die Zivilschutzanlage nicht so ganz rollstuhlgängig - und das war aus wohl nachvollziehbaren Gründen ein Kriterium. Der langen Reden kurzer Sinn: ich wurde nach einstündiger Diskussion ausquartiert und durfte im Sanitätszimmer der Turnhalle übernachten...

 

Am Abend war dann Feiern angesagt. Beim Festzentrum luden Bars und Grillstände zum Verweilen ein und im grossen Festzelt gab die bekannte Berner Band „QL“ ein Konzert. Die Stimmung war ausgelassen und zum Teil feucht-fröhlich (natürlich waren unsere Jungschützen vorbildlich seriös...) auf jeden Fall gingen Alle schon recht früh zur Unterkunft zurück. Was dort passiert ist, entzieht sich meiner Kenntnis, ich schlief ja nicht dort...

 

Am Sonntag war schon um 8 Uhr Abfahrt bei der Zivilschutzanlage abgemacht. Da ich nicht genau wusste, ob sie pünktlich sein würden war ich kurz vor 8 Uhr auch schon draussen am Warten - und siehe da 5 nach 8 kam unser Busli um die Ecke! Zwar waren alle pünktlich aufgestanden (schliesslich musste ja noch die Unterkunft gereinigt werden) aber nicht unbedingt fit... Die Rückfahrt war entsprechend weniger laut, da doch einige den Nuck nahmen... Ja so ein Schützenfest kann anstrengend sein. Mit einer kurzen Pause kamen wir dann um den Mittag herum wieder in Ittigen an.

 

Ich möchte mich gerne bei allen Teilnehmern (Jungschützen und Leitern) für ihr Engagement und ihre Disziplin herzlich bedanken. Ein grosser Dank gilt auch den Sportschützen Wolfacker, ohne eure tolle Unterstützung hätten wir nicht so ein tolles Wochenende erleben dürfen. 

 

Der Jungschützenleiter Ingo Zurbuchen